Ganzkörperhyperthermie GKHT (Heckelzelt) mit paralleler Stellatummethode ( regulativ und verträglicher).

Therapeutische Fiebertherapie begleitend bei: allen sklerosierenden Erkrankungen,

Studienbelegt bei:

begleitend Chemotherapie, Bestrahlung, Depression, Fibromyalgie, Longcovid, Polyarthrose zur gezielten Immunaktivierung und Unterstützung regenerativer Prozesse (Durchblutung).

News über differenzierte Anwendung der GKHT:

Klinische Relevanz: Warum „Neuromodulation“? 

Man nutzt die Hyperthermie heute nicht mehr nur als „Hitzebehandlung“, sondern als physikalische Neuromodulation

1.       Reizsetzung: Der thermische Stress ist der „Kick“, um die körpereigene HSP70-Produktion hochzufahren.

2.       Kaskade: Dies führt zu einer Reduktion von Neuroinflammation (Entzündungen im Gehirn) und einer Stabilisierung der Proteostase.

3.       Ergebnis: Patienten berichten oft von einer verbesserten Motorik und einer Reduktion vieler anderer neurologischer Symptome, was auf die temporäre Entlastung der Nervenzellen zurückzuführen ist. 

Für die neurologische Anwendung (Neuromodulation) unterscheidet man strikt zwischen der Intensität des Wärmereizes, da das Ziel hier die HSP70-Induktion und nicht die Zerstörung von Gewebe ist: 

 

1.  Milde Ganzkörperhyperthermie (37,5 °C – 38,5 °C) mit begleitender Stellatumbehandlung zur deutlichen Verbesserung der Verträglichkeit

 

Dies ist der Standardbereich für die Neuromodulation und chronische Entzündungen, wie zB Longcovid, ME-CFS ua

•          Dauer: Ca. 45 bis 60 Minuten Erwärmung, gefolgt von einer Ruhephase (Nachschwitzen) von 30 bis 60 Minuten.

•          Wirkung: Maximale Stimulation der HSP70-Synthese ohne den Körper massiv zu stressen. Es wirkt primär auf das vegetative Nervensystem (Parasympathikus-Aktivierung in der Ruhephase).

•          Anwendung: Depressionen, Schlafstörungen und frühe Stadien neurodegenerativer Prozesse. 

 

2. Moderate Ganzkörperhyperthermie (38,5 °C – 40,5 °C) mit begleitender Stellatumbehandlung zur deutlichen Verbesserung der Verträglichkeit

 

Dieser Bereich wird eher bei ausgeprägten Schmerzsyndromen oder fortgeschrittenem Parkinson, ALS, MS, ADHS, Demenz,Krebs ua genutzt. 

•          Dauer: Erwärmungsphase ca. 60–90 Minuten und Stauwärmephase bis ca1h.

•          Wirkung: Stärkerer Fokus auf die Durchblutungssteigerung (Mikrozirkulation) und die Öffnung der Blut-Hirn-Schranke für Stoffwechselprozesse. Die Entzündungshemmung (Anti-Inflammation) ist hier am stärksten.

•          Protokoll: Oft 1–2 Mal pro Woche über einen Zeitraum von 6–10 Wochen. 

 

Der entscheidende Unterschied: Fieber vs. Hyperthermie 

•          Fieber: Der Sollwert im Gehirn steigt (man friert zuerst).

•          Hyperthermie: Der Sollwert bleibt gleich, die Wärme kommt von aussen. Das Gehirn registriert diesen „thermischen Stress“ und reagiert sofort mit der Ausschüttung von Schutzfaktoren (Chaperonen), um die Neuronen ua zu stabilisieren. 

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